
Philosophie
Der weibliche Weg
Der Weibliche Weg ist ein anderer Weg.
Wir spüren ihn tief in unseren Zellen, unsere Seele weiß es genau.
Der weibliche Weg verbindet uns mit unserer wahren Kraft.
Mit der lustvollen, ungezähmten, anmutigen, kraftvollen Frau, die wir in der Tiefe sind.
Seine Spiralen, Kreise und mäandernden Strömungen sehen anders aus als das, was uns in unserer patriarchalisierten Gesellschaft umgibt, denn sie ist nicht weiblich. Ganz im Gegenteil.
Das anzuerkennen ist der erste Schritt auf dem Weg wiederzufinden, wo unsere wahre Quelle wirklich liegt.



Das Geschenk unseres Körper
Wir Menschen – Männer und Frauen und alles dazwischen – sind gleichwertig, aber nicht gleich. Es ist eins der großen Geschenke, die uns unser Körper macht, genau das zu verstehen. Uns ganz und gar in unserem weiblichen Körper zu beheimaten, heißt nicht nur, tief bei uns anzukommen, sondern auch unsere spirituelle Heimat im Schoß der Erde wiederzufinden.
Der weibliche Weg führt uns in unseren Körper. Wir erleben die Qualitäten von Raumgeben, Empfänglichkeit, Fließen, Hingabe und Geschehenlassen. Wir erspüren den natürlich entstehenden Sog von Außen nach Innen – unsere Grundenergie als Frau.**
„Das Weibliche ist so rätselhaft und geheimnisvoll wie das Wasser. […] Wasser vermag durch Kontinuität selbst den härtesten Fels zu erweichen. Seine Stärke liegt in seiner Weichheit, im Fließen. Es nimmt andere Elemente und Energien in sich auf. […] Damit seine Selbstreinigungskräfte wirken können, sind Zeit und Ruhe nötig. Wasser sucht den Weg in die Tiefe. Es sammelt sich am tiefsten Punkt. Es fließt nicht linear, sondern in einer spiralig gewundenen zentripetalen Bewegungsrichtung, die immer von außen nach innen ins Zentrum führt. Es steht in enger Beziehung zu den Mondphasen […]. Im Wasserkreislauf ist die zyklische Natur des Weiblichen versinnbildlicht.“
(Heide Marie Heimhard, Sacred Woman, S. 81)
Tanz als weibliche spirituelle Praxis
Unser Tanz – der urweibliche Beckentanz – lässt uns in unseren Körpern, in unserem natürlichen, ekstatischen Zuhause, ankommen. In Kreisen und Spiralen, die aus der Erde aufsteigen, wie die Schlangenkraft, und sich in unserem Zentrum verdichten, bewegen wir uns in dieser universellen, urweiblichen Bewegungssprache. Dafür braucht es kein Vorwissen – wir sind gemacht dafür.
Die Frau, ist die Tanzende per se. Der Tanz erinnert uns an unsere Fähigkeit aus uns selbst heraus glücklich zu sein. Wir erspüren unseren Körper, lassen ihn schwingen und die uralten weiblichen Wandlungsmysterien beginnen in unseren Zellen zu klingen.

Weibliche Transformation
Eine Transformationsarbeit auf dem weiblichen Weg sieht demnach anders aus, als die Bewusstseinswege, die in männlichen Traditionen oder patriacharlisierten Strukturen (ent-)stehen. Denn unsere Seele weiß: Ein tiefer Wandlungsprozess setzt ein, wenn wir dort ankommen, wo wir wirklich sind. Wenn wir dem, was wir wirklich fühlen, Raum geben, uns hinab zum tiefsten Punkt unseres Seins sinken lassen und auf dem Nährboden unserer eigenen Tiefe – aus den Mysterien unseres Schoßraums – hingebungsvoll unsere eigene Heilung gebären.
Dafür braucht es ein starkes weibliches Feld, eine tiefe Anbindung an die Erde und den Wunsch dem Ruf unserer Seele zu folgen.
Abwege – und was die weibliche Seele braucht
Diesen Ruf gibt es möglicherweise auch in dir, wenn du hier gelandet bist und diese Zeilen liest.
Oftmals sind wir jedoch auf Abwege geraten.
Abwege von Optimierung und Disziplin, von schnellen Lösungen oder dem Versprechen, dass wir „nur noch“ ein bisschen besser werden müssen, um den Zustand zu erreichen, nach dem wir uns sehnen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass all diese „Tools“ nicht den Wegen der weiblichen Seele entsprechen. Sie hat ihre eigene Zeit, sie braucht keine Werkzeuge und sie braucht keinen Plan. Sie braucht Luft zum Atmen, Wasser zum Fließen, die Anbindung an die Erde und unsere uneingeschränkte Hingabe.
Und manchmal braucht sie Begleitung. Weil wir in der dunklen Nacht der Seele den Weg nicht finden. Und dann gibt es sie: Die Lehrerinnen, denen sich unsere Seele anvertraut. Frauen, die selbst soweit gegangen sind, dass sie dich in Liebe und Hingabe auf deinem Weg begleiten.
Und diese Beziehung einer Schülerin zu ihrer Lehrerin will gut geprüft sein. Denn leider ist an vielen Stellen, an denen „weiblich“ draufsteht, die weibliche Kraft nicht das Wirkprinzip. Zu oft steht die eigene patriarchale Prägung im Weg.
Deshalb prüfe gut.
Und wenn Du Dich entschieden hast, vertraue. Denn dann können sich die Wege eröffnen, die Du erahnst, aber nicht zu denken weißt – auch durch die Phasen hindurch, in denen wir unseren eigenen, unangenehmen Abwehrstrategien und Widerständen begegnen. Eine solche Schülerin-Lehrerin-Beziehung deckt alles auf, was Deiner Befreiung im Wege steht.
Der Ruf der weiblichen Seele
Und dann hörst Du den Ruf deiner weiblichen Seele: Wild und unbändig. In der Tiefe des Universums. Zart und unendlich berührbar in jeder Schwingung des Kosmos. Und dann folge ihm – denn die Frau, die da auf Dich wartet, ist durch und durch wunderbar.

Sei von Herzen willkommen.
Hier findest Du alle Infos zum dreijährigen Sacred Woman® Inspirationsweg – dem tief weiblichen Transformationsprozess.
Und hier alle Infos zu unserem Tanz – dem Tanz der weiblichen Seele.
Fußnoten:
*Diese Arbeit beruht auf den Büchern „Sacred Woman“ und „Tanz der weiblichen Seele“ von Heide-Marie Heimhard und ihrer jahrzehntelangen Erforschung und Erprobung einer speziell für Frauen entwickelten, ganzheitlichen Transformationsarbeit in Verbindung mit dem urweiblichen Beckentanz (Sacred Woman©-Inspirationsweg und DancingSoul®) – siehe Menüpunkt „Quelle“
** In all dem geht es nie um ein bestimmtes Verhalten. Dafür haben viele Feministinnen seit Jahrhunderten gekämpft: Jedes Verhalten steht jedem Menschen zu. Vergleiche hierzu den Unterschied zwischen Grundenergie, Prinzipien und Verhalten bei Heide-Marie Heimhard, Sacred Woman Kapitel 2, insbesondere S. 92
*** Heide-Marie Heimhard, Sacred Woman, S. 54